Nach Verkehrsunfall auf der A1 – erste Erfahrungen mit der neuen Rettungsgasse in Österreich.
Am 3. Januar überschlug sich auf der Westautobahn bei Wien aus ungeklärter Ursache ein PKW. Die Besatzung des zufällig auf der Gegenfahrbahn fahrenden Krankentransportwagens des Samariterbundes Purkersdorf wurde Augenzeuge des Unfalls und hielt sofort an. So konnte ohne Verzögerung mit der Absicherung der Unfallstelle und der Versorgung der Verletzten begonnen werden.
Über die regionale Leitstelle des Samariterbundes Purkersdorf wurden ein Notfallrettungswagen, sowie Feuerwehr und Polizei nachalarmiert. Bei der Anfahrt der Einsatzfahrzeuge zeigte sich vor dem Unfallort, dass die Vorschrift zur Rettungsgasse die seit Januar 2012 in Österreich gilt, von den Verkehrsteilnehmern bereits befolgt wurde. Zahlreiche Vorfälle auf österreichischen Autobahnen hatten in der Vergangenheit gezeigt, dass das vormalige Vorgehen der Einsatzkräfte, auf Autobahnen auf dem Pannenstreifen an Einsatzorte zu fahren, immer wieder zu Problemen führte.
So stand die Kolonne im Stau in perfekter Formation und hielt ohne Ausnahme den Zufahrtsweg bis zum Unfallort frei. Die Platz machenden Fahrzeuge sollen in Österreich bei vorhandenen Pannenstreifen diesen auch verwenden dürfen (Regelung in Österreich: Rettungsgasse.com).
Somit konnte ohne weiter Zeitverzögerung mit der Versorgung der Verletzten begonnen werden. Die Sanitäter des Samariterbundes Purkesrdorf wurden dabei von einem zufällig anwesenden Notarzt aus St.Pölten unterstützt.
“Ich war positiv überrascht mit welcher Präzision sich bereits am 3ten Jänner die Rettungsgasse gebildet hatte, und wie zügig dadurch die Zufahrt möglich war. Alle Einsatzkräfte konnten ohne Behinderung zur Unfallstelle zufahren. Für uns Einsatzfahrer ist dieses Gesetz im Sinne der optimalen Patientenversorgung und Eigensicherheit ein großer Fortschritt” meinte dazu Christian Hiel, Rettungssanitäter und stv. Obmann des Samariterbundes Purkersdorf. (Quelle und Fotos ASB Purkersdorf) Einsatzmobile.de Red.*

